Speiseröhrenkrebs, Biomedizinische Speiseröhrenkrebstherapie, Krebstherapie
Der Speiseröhrenkrebs oder das Ösophaguskarzinom ist eine seltene maligne Neoplasie des Oesophagusepithels. Am häufigsten sind Männer über 55 Jahre betroffen. Die Aussicht auf vollständige Heilung von Speiseröhrenkrebs ist gewöhnlich klein, aber sie wird umso besser, je früher der Krebs erkannt wird. Unterschieden wird beim Ösophaguskarzinome zwischen den Plattenepithelkarzinom (ca. 80%) und dem Adenokarzinom (ca. 20 %).
Ursachen
Der genaue Grund für Speiseröhrenkrebs ist unbekannt. Er kommt häufiger im fernen Osten als in Europa vor, was wahrscheinlich an den Ess- und Trinkgewohnheiten liegt (In Asien wird beispielsweise viel heißer Tee konsumiert. Dabei ist weniger der Tee karzinogen, sondern die durch die Hitze entstehenden häufigen Verbrennungen). Fettreiche Nahrung erhöht das Risiko Speiseröhrenkrebs zu bekommen ebenso wie protein- und kalorienarme Kost. Auch Alkoholkonsum, Nitrosamineinfluss und Rauchen sind als Risikofaktoren für diese Art von Krebs gesichert. Hinzu kommen Faktoren, die Speiseröhrenkrebs wahrscheinlicher machen, einschließlich gastro-ösophagealer Refluxerkrankung (Sodbrennen), ausgelöst durch einen zu niedrigen Muskeltonus des unteren Oesophagussphinkters (verursacht durch Nikotin, Alkohol, Koffein, fettreiche Ernährung und diverse Medikamente). Eine fakultative (mögliche) Präkanzerose für das Öesophaguskarzinom stellt das Barrett-Syndrom dar.
Symptome
Die Symptome sind meist uncharakteristisch und treten erst spät auf. Ein Symptom sind Schluckbeschwerden. Zuerst können Patienten Probleme mit fester Nahrung, später aber auch mit weicher Nahrung und sogar Trinken bekommen. Andere Symptome sind ein brennendes Gefühl beim Schlucken, Herzrasen beim Trinken von heißen Getränken, andauernder Schmerz hinter den Rippen, Gewichtsverlust, Husten und Heiserkeit.
Eine Verengung der Speiseröhre tritt erst spät, oft aber auch gar nicht ein, da sich der Tumor in die Längsrichtung ausbreitet. Der Speiseröhrenkrebs breitet sich rapide aus und wird meist erst in späten Stadien diagnostiziert.
Diagnose
Die wichtigste Maßnahme zur Diagnosestellung ist eine Spiegelung (Endoskopie) der Speiseröhre. Diese wird meist im Rahmen einer kombinierten Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm) durchgeführt. Nachdem ein Betäubungsmittel verabreicht wurde, wird ein dünner, flexibler Schlauch in die Speiseröhre eingeführt. Von suspekten Bereichen werden dabei Biopsien entnommen und feingeweblich von einem Pathologen untersucht.
Eine Barium-Röntgenuntersuchung während des Schluckvorgangs erlaubt es, Flüssigkeit zu beobachten, die in der Speiseröhre nach unten transportiert wird. Dies kann helfen, Größe, Verfassung und Lage der Geschwulst zu beobachten.
Eine endoskopische Ultraschalluntersuchung kann die Tiefe des Geschwürs bestimmen und liefert weitere Informationen für die Behandlung. Bei der Endoskopie kann ebenfalls eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und im Labor untersucht werden.
Therapie
Die Behandlung hängt von der Größe und dem Standort des Tumors ab, außerdem ob und wie weit er sich ausgebreitet hat, vom Alter und dem generellen Gesundheitszustand des Patienten.
Die Behandlungsmöglichkeiten sind Operation, Bestrahlungstherapie, medikamentöse Anti-Krebs-Therapie oder eine Kombination all dieser Therapien. Bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Krankheit ist eine Operation ausgeschlossen, es kann dann nur noch palliativ behandelt werden.
Ziel der Behandlung ist es, dass der Patient sich besser fühlt, indem der Schmerz verringert und das Schlucken erleichtert wird. Mögliche Behandlungen sind eine Kombination aus Bestrahlung und medikamentöser Behandlung, photodynamische Therapie, bei der mit einem Laser Blockaden der Speiseröhre entfernt werden, eine Ausdehnungstherapie oder eine Überbrückungstherapie mittels spezieller Stents.
Eine Speiseröhrenkrebstherapie, die in Deutschland wenig verbreitet ist, da sie noch recht unbekannt ist, ist die perkutane Electro-Carcinom-Therapie (ECT)bzw. Galvanotherapie. Ein diagnostisches Verfahren, das aus der Nuklearmedizin stammt, ist die so genannte Positionen-Emissions-Tomographie (PET). Diesem kommt vor allem in der Krebsdiagnostik eine entscheidende Rolle zu.






















