Allergien

Wir atmen die Umwelt,
wir essen die Umwelt,
wir trinken die Umwelt,
wir arbeiten in der Umwelt,
wir sind ein Teil der Umwelt,
wir haben die Probleme der Umwelt:
Die Versorgung ist problemlos,
die Entsorgung ist problematisch.
Was ist eine Allergie?
Der Begriff Allergie wurde 1906 von dem Wiener Kinderarzt Clemens von Pirquet geprägt. In der Geschichte ist uns der Tod des ägyptischen Pharao Menis bekannt, der vor 3500 Jahren an den Folgen eines Insektenstichs durch allergische Reaktion starb.
Allergie ist eine Andersreaktion des Körpers auf eine Substanz, gegen die es vorher zu einer Sensibilisierung gekommen ist. Allergie ist eine durch Kontakt mit immunogenen ( antigenen ) Substanzen erworbene, gegenüber der Norm abweichende Bereitschaft, nach erneutem Kontakt mit diesem Antigen mit bestimmten krankhaften Eigenschaften zu reagieren.
Der Körper entwickelt also nach dem 1. Kontakt spezielle Immunglobuline (diese werden zu 80 % im Darm
produziert), die nach dem 2. Kontakt mit dem Allergen reagieren.
Als Allergene bezeichnet man im allgemeinen diejenigen Antigene, die allergische Reaktionen über die Bildung von IgE-Antikörpern (körpereigene Eiweiße, die Teil der Körperabwehr sind) ausbilden können. Durch Hauttests wird der Nachweis spezifischer Immunglobulin-Antikörper erbracht.
Wir unterscheiden Allergie, Pseudoallergie, Überempfindlichkeit und Unverträglichkeit. Für den Betroffenen allerdings spielt es keine Rolle, ob Allergie oder Pseudoallergiie vorliegt.
Nach den Reaktionsgeschwindigkeiten unterscheidet man den Soforttyp, den verzögerten Typ und den Spättyp.
Die Sofortreaktion dauert Sekunden bis wenige Minuten; sie wird direkte oder anaphylaktische Reaktion genannt.
Durch Histaminausschüttung kommt es zur erhöhten Durchlässigkeit der Gfäße und zur Ödembildung, zur erhöhten Schleimhautabsonderung und zum erhöhten Muskeltonus der glatten Muskulatur (das ist die Muskulatur der Hohlogane, wie z.B. des Darms). Sie tritt bei 60 % aller Nahrungsmittelallergienauf.
Beim verzögerten Typ dauert die Reaktionszeit 6-8 Stunden. Hier handelt es sich um Immunkomplexreaktionen, das heißt, Immunglobulin G und M (IgG, IgM) können durch Anbindung mit den Antigenen Immunkomplexe bilden und sich mit Eiweißen verbinden.
Beim Spättyp dauert die Reaktionszeit 24-72 Stunden. Hier handelt es sich meist um Überempfindlichkeiten, ausgelöst durch Kontakt eines Stoffes einerseits und empfindliche Lymphozyten andererseits.
Therapie
Das vorherschende Therapieziel bei Allergie- und Infektionserkrankungen ist es, das aus dem Gleichgewicht geratene Imunsystem zu normalisieren.
Dafür geeignet sind:
- Ernährungstherapie
- Mikrobiologische Therapie
- Homöopathie
- Kneipptherapie























